09.03.26
lange nicht gehört: it’s spooky. Jad Fair. w/ DJ Nimmersatt
Jad Fair.
Der 1954 in Ann Arbor, Michigan geborene Künstler Jad Fair ist zusammen mit dem in letzter Episode vorgestellten Musiker Daniel Johnston, verantwortlich für das für mich vermutlich einflussreichste Album It’s Spooky von 1989. Das rohe, dilettantische, aus-dem-Bauch-heraus Musik machen, dass sich auch in seiner Band Half Japanese wiederfindet, war die größte Inspiration für mich selbst zu Instrumenten zu greifen. In einem Interview, aus dem Dokumentarfilm The Band That Would Be King, erklären Jad und sein Bruder David Fair, mit dem er die Band 1975 noch im elterlichen Haus gründete, warum sie keine „Chords“, Akkorde, lernen müssten: Egal wie verstimmt die Saite, egal wo die Hand greift, es bestehen unendlich viele Möglichkeiten Töne zu erzeugen! Wozu sich mit nur einer handvoll Akkorden einschränken? Leuchtet ein. Jad ergänzt dann schmunzelnt, dass sie „Chords“, Kabel, doch auch nutzen würden: Um die Gitarren einzustöpseln. Lach! Zugegeben, vieles was der immer noch aktive Jad Fair am laufenden Band veröffentlicht ist auch mir zu substanz- und formlos. Inklusiver Enttäuschungen. Doch davon ist hier nichts zu hören! Als Musiker in Half Japanese aber auch solo oder als Sänger zu Gast in anderen Bands vermag es Fair ähnlich wie Daniel Johnston oder Calvin Johnson von Beat Happening auf naiv, herzliche Art Alltäglichkeiten erlebbar zu machen. Bekannt ist er zudem für seine Scherenschnitte, die zahlreiche Albumcover zieren.
This episode premiered as lange nicht gehört #38 on 31.07.2024 at sphere radio
Tracklist
- If I’d Only Known
- Blues Skies
- Elephantitus (by Mosquito)
- This Could Be The Night
- Roman Candle
- Turn Your Life Around
- Penny In The Fountain
- When We Touch
- Trouble In The Water
- Charmed Life
- Eye Of The Hurricane
- Poetic License
- UFO (by Phono-Comb)
- 1000000 Kisses
- Clear Night
- Always In My Heart
- A Lonely Song
- Patty